Schneller als gedacht und natürlich früher als allen recht ist, hat sich über weite Teile der geschlossenen Fonds bereits wieder ein langer Schatten gelegt. Ob bei Schiffen oder Immobilien, kaum dass die lange Liste der ersten Welle der Betriebsfortführungskonzepte abgearbeitet ist, droht bereits erneut Ungemach und so fallen die Auszahlungsgeschenke zu Weihnachten fast schon wie gewohnt dürftig aus, wenn es sie denn überhaupt noch gibt. Kleines Wirtschaftswunder hin, fortschreitende Globalisierung her, es herrscht hektische Betriebsamkeit in den Führungsetagen der Branche, und wieder einmal gilt es die Frage aller Fragen zu beantworten: Wie sagen wir es dem Anleger?
Man ist fast versucht zu antworten: „Sagt es mit Blumen“, aber das ist natürlich zu kurz gedacht! Längst haben die Anleger die Nase voll von den vielen Briefen in der Sprache der Politik, in denen eine intransparente Instanz ihnen versucht die Welt zu erklären, die sie selbst nicht mehr versteht. Es schafft kein Vertrauen, wenn man einmal mehr im Herbst eingestehen muss dass die Prognosen des Frühjahrs leider unzutreffend gewesen sind. Wenn man von volatilen Marktverhältnissen schwadroniert, sollte man dann nicht auch so konsequent sein und auf Prognosen verzichten? Eigentlich gilt dies für die alljährlichen Berichte zur Lage der Nation und erst Recht für Emissionsprospekte.
Was die Branche braucht, sind regelmäßige und zeitnahe Dokumentationen der Faktenlage einer Beteiligung. Einen Statusbericht, der die wesentlichen Parameter an Hand von Zahlen wiedergibt. Ohne Erklärung, ohne Gerede, im optimalen Fall quartalsweise.
Ein Medium, das den Emissionshäusern hierfür zur Verfügung steht, ist das Internet. Längst bieten die großen Anbieter in den geschlossenen Anwenderbereichen ihrer Investoren die Möglichkeit für alle, Informationen online abzurufen. Der Anfang ist gemacht, es fehlt eigentlich nur noch der Feinschliff und natürlich der Wille des Anlegers, das Medium konsequent zu nutzen. Es sollte möglich sein, prägnant und nachvollziehbar die Eckdaten einer Beteiligung darzustellen, aus denen sich jeder seinen Reim machen kann. Dass Zahlen veränderliche Größen sind, sollte ja wohl inzwischen jeder wissen. Selbstverständlich bleibt eine nicht geleistete Auszahlung eine nicht geleistete Auszahlung, aber andererseits bleibt eben ein Wort auch immer ein Wort. Wenn es gebrochen wird, umso schlimmer!
Gern kann man die Anleger beim Betreten ihrer Anwenderbereiche dann auch immer wieder darauf hinweisen, dass es sich dabei um nicht jugendfreie Räume handelt. Das schärft den Verstand und macht sensibler für die Tatsache, dass eine Investition unweigerlich ein Risiko beinhaltet. „Garantie gibt dir keiner, der liebe Gott auch nicht, leider.“ Eine banale Erkenntnis, aber leider wahr.
Dieser Artikel wurde verfasst von Petra Klein. Petra leitet orangekey aus Hamburg, einen Spezialanbieter für moderne Anlegerkommunikation.
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Zitat: Längst bieten die großen Anbieter in den geschlossenen Anwenderbereichen ihrer Investoren die Möglichkeit für alle, Informationen online abzurufen. Der Anfang ist gemacht, es fehlt eigentlich nur noch der Feinschliff und natürlich der Wille des Anlegers, das Medium konsequent zu nutzen.
Zitatende.
Glauben Sie wirklich, ein 62 jähriger Investor merkt sich 7-11 Onlinezugänge mit variablen Passwörtern, nur um mit seinem Fondsanbieter zu kommunizieren???
Meine Meinung:Die Anlegerlogin Seiten sind imho userunfreundliche Wüsten, in die sich kaum jemand veirrt…